|
Might and
Magic VIII - Day of the Destroyer

Die Welt von Enroth ist aus dem
Gleichgewicht geraten und als direktes Resultat davon haben
sich die Tore zu den Ebenen der Elemente in Ihrer Welt
geöffnet, durch welche die Elemente von Feuer, Erde, Wasser
und Luft, Tod und Verderben über das Land bringen. So der
zwar dramatisch klingende aber wenig aufschlussreiche
Einführungssatz des Spiels. Eingefleischte Might and Magic
Fans werden sich schnell zurechtfinden und alte Schauplätze
wieder erkennen. Neueinsteiger müssen sich noch mit der
Inselwelt von Jadame, so der Name des neuen Kontinents
vertraut machen.
Das Thema des Spiels ist altbekannt: "Die Guten im
Kampf gegen die Bösen", und trotzdem keineswegs
langweilig. Auch nicht neu ist die Idee eine Gruppe von
mehreren Abenteurern gemeinsam auf die Mission zu schicken.
Aber auch hier zeichnet sich Might an Magic VIII durch eine
Variante ab. Begonnen wird mit einem Charakter, der selbst
erwählt werden kann. Die Mitstreiter können in einem der
drei Gasthöfe angeheuert werden oder drängen sich auch mal
während des Spielfortgangs geradezu auf. Diese
Weggefährten können ruhig auch wieder entlassen bzw. gegen
andere ausgetauscht werden, ohne dass sie für einen
verloren wären. Glücklicherweise finden entlassene
Charaktere in den Gasthof zurück, in dem sie aufgenommen
wurden.
Die erste Aufgabe des Spiels besteht darin den
Hauptcharakter zu bestimmen. Die Auswahl reicht vom Kleriker
über Ritter, Trolle, Dunkelelven und Nekromanten bis zum
Vampir. Mit jeder Charakterart sind bestimmte Fähigkeiten
verbunden. Die persönliche Note kann der Spieler seinem
Charakter jedoch durch Vergabe von extra Fähigkeitspunkten
verleihen. Außerdem sind die meisten Charaktere lernfähig
und können gegen entsprechende Bezahlung während des
Spiels Fähigkeiten annehmen. So empfiehlt es sich zum
Beispiel seinen Figuren möglichst das Bogenschiessen
beizubringen und sie mit Bögen auszurüsten, um Feinde
bereits aus der Entfernung besiegen zu können.
Nachdem die Entscheidung für einen Hauptspieler gefallen
ist, beginnt das eigentliche Abenteuer. Gestartet wird auf
Dagger Wound Island (Dolchwundeninsel), wo sich genügend
Gelegenheiten ergeben sich mit den Eigenarten des Spiels
vertraut zumachen. Es lohnt sich, jedes Geschäft, jedes
Haus, jeden Tempel und jede Hütte zu betreten, um sich
einen Überblick über das Warensortiment und die Bewohner
des Dorfes zu verschaffen. Die ersten Kampfproben können
gegen die Insel bestürmende Piraten bestritten werden.
Obwohl sich das sehr nach Übungslevel anhört, wird der
aufmerksame Spieler schnell feststellen, dass er sich
bereits mitten im Abenteuer befindet, allein auf der
Dolchwundeninsel erwarten die Hauptfigur und ihre bis zu
vier Mitstreiter ca. 10 Aufgaben, die es zu erfüllen gilt
und die gut belohnt werden. So geht das weiter von Aufgabe
zu Aufgabe, bis das Abenteuer schließlich bestanden ist.
Wichtig erscheint noch darauf hinzuweisen, dass es weder die
Möglichkeit des Multi-Player-Spiels noch des
Internet-Spiels gibt. Für Fans dieser Varianten ist das
Spiel also möglicherweise uninteressant.
Optisch scheint sich zu den Might an Magic Vorgängern nicht
viel verändert zu haben. Aber wenn die Grafik sich nicht am
neusten vom neuen orientiert, so verdirbt das keineswegs den
Spielspass. Ebenso sind besondere Sounderlebnisse nicht
vonnöten, um zu dem Schluss zu kommen, dass MM 8 viele
Stunden angenehmen und auch spannenden Zeitvertreib bietet.
zurück
|